[REC] (2007)

RecGroundb[rec]ing cinematography, ersch[rec]kend realistisch und unert[rec]lich fesselnd! Ok ok genug der (schlechten) Wortspiele, aber all diese superlative beschreiben [REC] schon ziemlich treffend. Der Film, der - wie auch das französische Texas Chainsaw Massacre aka Frontier(s) - zum Kader der Fantasy Filmfest Nights gehörte, bringt endlich mal einen frischen Wind in die langsam einstaubenden Gallerien der innovativen (Horror)filme. Zudem macht es neben dem längst fälligem Entstauben auch noch gleich richtig sauber!

Kurzer Umriss dessen worums hier eigentlich geht im Film, ohne zuviel zu verraten: Also da ist dieses Kamerateam bestehend aus Reporterin und Kameramann, eines Lokalsenders einer nicht nähergenannten spanischen Stadt, die dazu verdonnert wurden eine Nachtschicht der Feuerwehr zu begleiten. Bis dahin natürlich alles relativ unspektakulär, man wird an die Charaktere herangeführt und der Zuschauer gewöhnt sich an die aus Cloverfield bereits bekannte Optik, die hier aber um einiges realistischer und weniger glamoröus rüberkommt als beim zuvor Genannten. Naja wie auch immer, dann kommt es zu einem routinemäßigen Einsatz, wo unser Kamerateam natürlich nicht fehlen darf und kaum am Ort des Geschehens angekommen kann die rasante Achterbahnfahrt auch schon losgehen.. und ich sage euch, diese Bahn hat verdammt viele Loopings! Achja und nicht vergessen das Popcorn (ihhh) in den ersten 15 Minuten aufzuessen, denn vom Boden schmeckts nicht so gut.

Ja ihr lest richtig, was dieser Film auf dem Kasten hat gab es in einer so perfektionierten Form bis dato einfach nicht! Das ist Hyperrealismus pur! Und falls ihr euch während des Films mal fragt wessen ekliger Mundgeruch euch da um die Nase schlägt kann das gut sein, dass dieser vom Film kommt.. Und jedesmal wenn man denkt: “what the fuck, wie geil ist das denn bitte?!”, wird nochmal einer drauf gesetzt (ich sag nur Nachtsichtsequenz hoho).

[REC] bietet neben der herausragenden audiovisuellen Umsetzung - nach dem Film kann man sich nicht an mehr als 10 Schnitte erinnern (!) - auch noch verdammt gut agierende Darsteller. Und da wir hier in einem 1a Horrorstreifen sind, dürfen natürlich auch keine creepy kids fehlen, die quasi die i-Bluttröpfchen in der Blutlache sind. Apropos Blut,ein großes JA an alle Gorehounds, es wird nicht mit dem roten Lebenssaft gegeizt und das alles andere als unexplizit.

So jetzt muss ich eigentlich neben den ganzen Lobhuldigungen auch noch etwas Negatives aufzählen, aber um ganz ehrlich zu sein kann ich mich an nichts erinnern. Man shit, das macht auch keinen Spaß, verreißen ist eigentlich viel lustiger.. aber was soll ich sagen, der Film hat alles was einen zukünftigen Kultfilm ausmacht, doch wobei, bis auf eines vielleicht, es gibt keine markanten one-liner die man als cooler halbwüchsiger auf dem Schulhof zitieren kann um seine Homies zu beeindrucken. Tja, das muss wohl dieser besagte Wehrmutstropfen sein, von dem alle immer sprechen..

Langsam zum Schluss kommend bin ich mir relativ sicher, dass ihr so gut wie keine Ahnung habt, was euch eigentlich bei [REC] erwarten wird und mein Geseiere wenig informativ war. Wenn das das Ergebnis ist, dann sage ich: Wunderbar! Denn das wollte ich erreichen, dass ihr mit einer Mischung aus Geilheit und Neugier auf [REC], ihn einfach genießt und mal endlich wieder pretty shocked den Saal verlassen könnt.

Ein Kompliment an den Küchenchef und ich wünsche mehr Kost dieser Güte!

Von mir gibt es hierfür 9 von 10 Punkten/Sternen/x-beliebige Einheit.

~ von Paul am 21. April 2008.

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